Reisebericht
Malediven Reisebericht: Rasdhoo oder Fulidhoo?
- Rasdhoo und Fulidhoo
- Hausriff vom Strand
- rund 29 Grad, über 20 Meter
Kurz gesagt Rasdhoo hat das Hausriff ein paar Flossenschläge vom Strand – Fulidhoo hat die Rochen am Steg.
Beim Schnorcheln habe ich Sicht, Wassertemperatur und Tiefe geschätzt, so wie ich sie an meinen Tagen erlebt habe. Bei Tauchgängen hat der Tauchcomputer Tiefe und Dauer gemessen, und Werte mit genannter Quelle zeigen, wie es dort üblicherweise ist, nicht wie es bei mir war.
Mein erster Gang ins Wasser auf Rasdhoo brachte einen Riffbewohner, mit dem ich nicht gerechnet hatte: einen Hai. Es war der Ankunftstag. Das Hausriff lag nur ein paar Flossenschläge vom Strand entfernt. Auf Fulidhoo, wo wir zuerst waren, hatte ich zum Schnorcheln ein Boot gebraucht.
Wer jeden Tag ohne Boot ins Wasser will, fährt nach Rasdhoo. Fulidhoo ist die Insel fürs Planschen im flachen Wasser und für die Rochen am Abend. Beide Inseln passen in eine Reise, so sind wir im April 2025 gefahren. Alle Bedingungen hier sind von April 2025.
Auf einen Blick
- Rasdhoo: Hausriff vom Strand, bei uns am Summer Vibes Beach Front. Unsere Tour führte zu den Ammenhaien und zum Turtle Reef; dabei sahen wir einmal einen Manta.
- Fulidhoo: Bikini Beach mit sandigem Boden. Zum Schnorcheln sind wir mit dem Boot hinausgefahren. Abends kommen die Rochen an den Steg.
- Bedingungen (April 2025): rund 29 Grad Wassertemperatur, über 20 Meter Sicht, beim Schnorcheln um die 5 Meter Wassertiefe.
- Riff: Nach der Bleiche 2024 uneinheitlich, manche Riffe blass, andere noch farbig.
- Unsere Route: Malé, Fulidhoo, wieder Malé, dann Rasdhoo.
Rasdhoo oder Fulidhoo zum Schnorcheln?
Fulidhoo liegt im Vaavu-Atoll und ist bekannt für die Rochen im flachen Wasser und das helle Türkis. Zum Schnorcheln direkt am Strand ist die Insel nicht ideal: Der Boden ist sandig. Im flachen, warmen Wasser am Bikini Beach zu toben und über den weißen Grund zu gleiten, hat trotzdem einen eigenen Wert. Was dort alles vorbeikommt, steht in meinem Bericht über den Bikini Beach. Am Steg gleiten abends die Rochen über die Füße; mehr dazu steht auf der Seite zu Fulidhoo. Das Füttern von Rochen ist auf den Malediven verboten (EPA Maldives, Januar 2025, Protected Species Regulation 2021/R-25).
Zum Schnorcheln buchten wir dort eine Bootstour über die Unterkunft. Es gab einen Schnorchelstopp an einem Riff mit vielen schönen Korallen und kleineren Fischen, dann die Ammenhaie. Delfine wollten wir noch suchen, wir haben leider keine gefunden. Das Riff war nett. Aber ehrlich, nichts, wovon ich abends noch erzählt hätte.
Auf Rasdhoo hatte ich das Hausriff vom Summer Vibes Beach Front.
Ich treibe über die Riffkante. Am Hang zieht ein Hai vorbei.
Man bekommt zu sehen, was so ein Riff zu bieten hat: Haie, bunte Fische, Korallen, Tintenfische, eine Muräne, die aus ihrer Spalte lugt. Kaum jemand schnorchelt hier. Danach zog es mich jeden Tag ans Hausriff.
Wie sicher ist das Hausriff?
Die Haie, die ich am Hausriff von Rasdhoo gesehen habe, ließen mich in Ruhe. Das Wasser ist beim Schnorcheln rund 5 Meter tief, und die Kante fällt dahinter ins Blaue. Was zu Haien beim Schnorcheln auf den Malediven sonst gilt, steht im Artikel Haie beim Schnorcheln auf den Malediven. Hände weg von Korallen und Tieren, Abstand halten: Das gilt dort wie überall am Riff.
Was zeigte die Bootstour ab Rasdhoo?
Auch auf Rasdhoo buchten wir eine Tour, diesmal übers Hotel. Wieder ging es zuerst zu den Ammenhaien, die ich diesmal ausließ. Dann steuerte das Boot mehr oder weniger direkt Richtung Turtle Reef, mit einem Stopp, der alles auf den Kopf stellte: mein erster Manta. Eigentlich war mein Tag da schon rund.
Zwischendurch legten wir an einer winzigen Insel an. Es gab etwas zu essen und zu trinken, für mich sogar ein Bier. Danach ging es ins flache Wasser.
Am Turtle Reef kam der Teil, für den man solche Touren bucht. Wir waren das einzige Boot, zu sechst im Wasser. Anderthalb Stunden sind wir am Riff entlanggeschnorchelt. Hier ein paar Schildkröten, dort ein Schwarzspitzen-Riffhai, überall bunte Fische und Korallen. Kein Gedränge, kein Zeitdruck.
Wie war das Riff nach der Bleiche 2024?
Das Riff am Turtle Reef war größtenteils noch farbig und lebendig. Das ist leider nicht selbstverständlich. Auf dem Weg waren manche Riffe blass, andere noch farbig.
Das ist keine Einbildung. Von Anfang 2023 bis Mitte 2025 war 84 Prozent der weltweiten Riff-Fläche Hitzestress auf Bleiche-Niveau ausgesetzt, die räumlich größte je erfasste Korallenbleiche (Quelle: NOAA/NESDIS 2026). Bei zu warmem Wasser stoßen Korallen die Algen ab, die ihnen Farbe und Nahrung geben. Sie werden weiß. Der Indische Ozean war Teil davon, die Malediven auch: In den zentralen Atollen sank die lebende Steinkorallen-Bedeckung 2024 im Schnitt um mehr als 40 Prozent, im Süden der Malediven nahm sie dagegen zu (Quelle: Montefalcone u. a. 2026, Coral Reefs).
Zum Verzweifeln ist es trotzdem nicht. Nach der Hitzewelle 1998 brauchten die maledivischen Flachriffe sechzehn Jahre, bis ihre Korallenbedeckung wieder so hoch war wie davor (Quelle: Montefalcone, Morri und Bianchi 2020, Frontiers in Marine Science). Umso mehr habe ich jedes intakte Stück Riff genossen.
Mein Fazit
Empfehlen kann ich beide Inseln, jede für etwas anderes. Wie die Riffe heute aussehen, weiß ich nicht: Ich war im April 2025 dort, nach der Bleiche 2024.
Häufige Fragen
Wie sind wir zwischen den Inseln gefahren? Über Malé. Am 14. April brachte uns ein Speedboot von Malé nach Fulidhoo, am 18. April ging es mit dem Speedboot zurück nach Malé und danach weiter nach Rasdhoo. Ob es eine direktere Verbindung zwischen den beiden Inseln gibt, habe ich nicht geprüft. Fahrpläne und Preise nenne ich deshalb nicht.
Was kosten die Bootstouren? Die Ammenhai-Tour ab Fulidhoo, über die Unterkunft Aagali Beach gebucht, kostete rund 70 Euro je Person, im April 2025. Auf Rasdhoo haben wir über das Hotel Summer Vibes Beach Front ein Boot für 400 US-Dollar gezahlt. Wir haben uns mit anderen Hotelgästen abgestimmt und waren zu sechst, das sind rechnerisch rund 67 US-Dollar je Person.
Gibt es Alkohol? Auf unserer Tour gab es auf einer winzigen Insel ein Bier. Einführen darf man Alkohol laut Auswärtigem Amt nicht (Stand 30.10.2026).
Brauche ich ein Visum? Das Visum für 30 Tage ist kostenlos, laut Auswärtigem Amt, Stand 30.10.2026. Dazu kommt eine Einreiseerklärung, 96 Stunden vor der Ankunft.
Was gilt für Gesundheit und Mückenschutz? Dazu stehen die Hinweise in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts zu den Malediven, Stand 30.10.2026.
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