Ausrüstung
Schnorchel- & Tauchausrüstung: was wirklich lohnt
Dieser Beitrag enthält Partnerlinks. Sie sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Kaufst du über einen solchen Link ein, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts, und was ich empfehle, hängt nicht daran — die Maske, den Schnorchel und die Flossen, die ich selbst benutze, gibt es dort gar nicht.
Jahrelang hatte ich günstige Ausrüstung. Maske, Schnorchel, Flossen, nichts Teures. Und ehrlich: Für ein- bis zweimal Schnorcheln im Jahr hat das völlig gereicht. Nicht perfekt, aber ausreichend.
Wenn du einfach nur mal ins Wasser willst, um ein paar Fische zu sehen, kann ich dir das Equipment von Decathlon guten Gewissens empfehlen. Ein einfaches Schnorchelset* reicht dafür. Nicht teuer, nicht schick, nicht für die Ewigkeit. Aber es tut, was es soll. Man muss nicht gleich das Teuerste kaufen, um sich an einem Riff zu freuen.
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Das ist keine Floskel, sondern die Rechnung: Meine schönsten Begegnungen brauchten keine teure Ausrüstung. Die Schildkröten vor Rasdhoo auf den Malediven lagen in fünf Metern Wasser. Die Ammenhaie kamen bis in den flachen Bereich vor dem Strand. Dafür reicht eine Maske, die dicht hält.
Irgendwann kippte das bei mir. Ich ging öfter ins Wasser, erst mehr Schnorcheln, inzwischen auch Tauchen — seit Juli 2026 mit Tauchschein. Ab einem gewissen Punkt merkst du jeden Kompromiss. Ein Beispiel: Bei den günstigen Masken sind die „Gläser” aus Kunststoff. Vom ständigen Ein- und Auspacken zerkratzen sie mit der Zeit, und je mehr Kratzer, desto schneller beschlägt die Sicht. Einmal im Jahr fällt das kaum auf. Wer oft ins Wasser geht, schaut irgendwann dauernd durch eine trübe Scheibe. Also habe ich in besseres Equipment investiert, gekauft in meinem Tauchshop, dem SSI-Center ATLANTIS in Berlin-Lichtenberg, wo ich auch meinen Schein mache. Testen konnte ich dort nichts im Wasser, nur trocken anprobieren. Beraten wurde ich aber richtig gut, samt ein paar Kniffen, wie man Ausrüstung trocken prüft. Bei der Maske zum Beispiel: aufsetzen, kurz durch die Nase einatmen, und wenn sie sich ansaugt und von allein am Gesicht hält, passt sie. Diese Beratung ist Gold wert.
Die Maske: TUSA M-1010S Zensee Pro
Diese Maske ist meine wichtigste Anschaffung. Sie sitzt einfach perfekt. Das Silikon ist weich und liegt sauber an, nichts drückt, nichts zwickt. Dazu ein leicht getöntes Glas mit Blaufilter, das ich beim Tauchen als angenehm und kontrastreicher empfinde. Nach den günstigen Masken der letzten Jahre ist das ein spürbarer Unterschied.
Wobei die Maske nur so gut sein kann wie das Wasser. In der Hanifaru Bay hatte ich rund zehn Meter Sicht — mit Abstand das Schlechteste der Reise, und trotzdem das größte Erlebnis. Am Bikini Beach von Fulidhoo war es umgekehrt: glasklares Wasser über Sand, und kaum etwas zu sehen. Die Ausrüstung entscheidet nicht, ob ein Tag gut wird.
Der Schnorchel: Scubapro Fusion Dry
Der Schnorchel ist angenehm zu tragen und macht vor allem eine Sache richtig gut: Beim Abtauchen schließt er sich von selbst. Auch bei höherem Wellengang hält er dicht und es kommt kein Wasser rein. Kein Prusten beim Auftauchen, kein Schluck Salzwasser. Gerade wenn die See ruppiger wird, will ich genau das nicht mehr missen.
Die Flossen: TUSA Solla, mit einem ehrlichen Aber
Die Flossen trage ich gern. Der Gummi hat genau die richtige Härte, nicht zu hart, nicht zu weich, und man kommt damit auch gut gegen Strömung an.
Jetzt das ehrliche Aber, und das liegt nicht an den Flossen. Es sind Vollfußflossen, die man barfuß trägt. Genau dafür hatte ich sie mir bewusst ausgesucht, und für gelegentliches Schnorcheln über den Tag sind sie super, klare Empfehlung. Im letzten Urlaub hatte ich sie aber mehrere Stunden am Tag an, schnorcheln und tauchen im Wechsel — an Tagen wie dem am Turtle Reef vor Rasdhoo oder auf der Walhai-Tour vor Dhigurah auf den Malediven, wo man morgens reingeht und mittags immer noch nicht raus will. Über so lange Zeit reibt der Gummi am nackten Fuß, und einen Neoprenschuh kann man bei dieser Bauart nicht drunterziehen. Nicht die Flossen sind an eine Grenze gekommen, sondern meine Aufgabe für sie hat sich geändert.
Die Antwort darauf: Fersenbandflossen und Neoprenschuhe
Diesen Absatz hatte ich hier stehen als Vorhaben — inzwischen ist er erledigt. Ich habe Mares Plana Avanti Quattro+ gekauft, Geräteflossen mit offener Ferse und Bungee-Riemen statt Schnalle.
⚠️ Im Wasser waren sie noch nicht. Was ich hier schreibe, ist die Überlegung dahinter, kein Erfahrungsbericht. Sobald sie ein paar Tage im Salzwasser hatten, schreibe ich, ob sie halten, was ich mir verspreche.
Der Gedanke ist einfach: Offene Ferse heißt, es kommt ein Neoprenschuh darunter. Bei mir 5 mm, ebenfalls von Mares. Dann reibt nichts mehr am nackten Fuß, auch nach Stunden nicht.
Und der Schuh löst gleich ein zweites Problem, das mit Bequemlichkeit nichts zu tun hat. Er bleibt an, wenn ich aus dem Wasser komme — als Schutz vor Seeigeln und Steinfischen, wenn es über Fels hineingeht. Wer schon einmal über ein flaches Riff zur Kante geschnorchelt ist, weiß, warum das keine Kleinigkeit ist. Vor Mauritius liegen an der Brandungsmauer spitze Korallen dicht unter der Oberfläche, und viel Platz zum Ausweichen hat man dort nicht.
Genau dieses Modell gibt es bei Decathlon nicht. Das ist kein Problem: Vergleichbare Neoprenschuhe* tun es auch. Worauf es ankommt, ist die Dicke — 5 mm sind kein Kälteschutz, sondern Sohlenschutz.
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Was ich heute anders kaufen würde
Nichts an Maske und Schnorchel. Beide waren die richtige Entscheidung, und beide würde ich wieder so kaufen.
Bei den Flossen würde ich die Frage anders stellen. Ich habe nach der besten Flosse gesucht und die TUSA Solla gefunden — sie ist bis heute gut. Gefehlt hat die Frage davor: Wie lange bin ich am Stück im Wasser? Wer zweimal am Tag eine halbe Stunde schnorchelt, fährt mit Vollfußflossen bestens. Wer wie ich stundenlang zwischen Schnorcheln und Tauchen wechselt, braucht die offene Ferse und den Schuh.
Und ich würde früher nach der Kamera fragen. Meine damalige GoPro verlor ab etwa fünfzehn Metern das Rot. Fürs Schnorcheln in zwei bis fünf Metern — also für das meiste, was ich mache — spielt das keine Rolle. Erst beim Tauchen wurde es sichtbar, und da hatte ich sie schon jahrelang.
Ein Punkt noch, den ich vor der ersten Reise nicht auf dem Schirm hatte: Wie viel Neopren du brauchst, hängt am Ziel und am Monat. Im Roten Meer kommst du im Oktober ohne aus, im Januar nicht. Auf den Malediven war das nie ein Thema. Bevor du kaufst, lohnt ein Blick darauf, wann du wohin fährst.
Am Ende ist Ausrüstung nur Mittel zum Zweck. Gutes Equipment lässt mich vergessen, dass ich es überhaupt trage, damit ich einfach nur schauen kann. Genau dafür sind mir die paar Euro es wert. Und für den Anfang tut es Decathlon.
Kurz & praktisch
- Nur reinschnuppern (1–2× im Jahr): Günstige Ausrüstung von Decathlon reicht völlig. Nicht schick, aber ausreichend.
- Öfter oder Tauchen: im Tauchshop beraten lassen und alles anprobieren. Bei mir: das SSI-Center ATLANTIS in Berlin-Lichtenberg, wo ich auch meinen Tauchschein mache.
- Meine Sachen: Maske TUSA M-1010S Zensee Pro, Schnorchel Scubapro Fusion Dry, Flossen TUSA Solla (Vollfuß) und Mares Plana Avanti Quattro+ (offene Ferse), dazu Neoprenschuhe 5 mm von Mares.
- Die Frage vor dem Flossenkauf: nicht „welche ist die beste”, sondern „wie lange bin ich am Stück im Wasser”. Kurz und gelegentlich → Vollfuß. Stundenlang oder im Wechsel mit Tauchen → offene Ferse plus Schuh.
- Der Neoprenschuh ist mehr als Bequemlichkeit: Er schützt beim Einstieg über Fels vor Seeigeln und Steinfischen.
Erfahrungsaustausch: was nutzt du?
Ausrüstung ist Erfahrungssache, und ich lerne selbst ständig dazu. Mich interessiert, was du im Einsatz hast und was sich für dich bewährt hat. Gerade suche ich zum Beispiel einen Tauchcomputer der Mittelklasse und bin ehrlich unentschlossen. Wenn du einen hast, den du empfehlen kannst, schreib mir: in den Kommentaren auf Instagram, Facebook oder Bluesky, oder per Mail an riffnahschnorchelblog@gmail.com. Ich sammle die Empfehlungen und mache daraus einen eigenen Beitrag.