Ausrüstung
Schnorchelausrüstung: was sich wirklich lohnt
- seit rund 25 Jahren Schnorcheln
- Open-Water-Schein seit Juli 2026
Kurz gesagt Drei Dinge lohnen sich: eine dichte Maske, Flossen passend zu den Stunden im Wasser und ein Schnorchel, der nicht drückt.
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Maske, Schnorchel, Flossen, nichts Teures: So sah meine Ausrüstung jahrelang aus, und für ein- bis zweimal Schnorcheln im Jahr reichte das völlig. Dann ging ich öfter ins Wasser, erst mehr Schnorcheln, inzwischen auch Tauchen, seit Juli 2026 mit Schein. Irgendwann schaute ich dauernd durch eine trübe Scheibe. Das Glas war zerkratzt, und die Maske beschlug schneller als früher.
Bei der Schnorchelausrüstung lohnen sich drei Dinge: eine Maske, die dicht sitzt, Flossen, die zu den Stunden im Wasser passen, und ein Schnorchel, der nicht drückt. Wie viel Neopren du brauchst, hängt am Ziel und am Monat, nicht am Preis.
Auf einen Blick
- Maske: TUSA M-1010S Zensee Pro.
- Schnorchel: Scubapro Fusion Dry.
- Flossen: TUSA Solla (Vollfuß, barfuß) und Mares Plana Avanti Quattro+ (offene Ferse, mit Schuh).
- Neoprenschuhe: Mares, 5 mm.
- Gekauft: Maske und Schnorchel im SSI-Center ATLANTIS in Berlin-Lichtenberg.
- Die Frage vor dem Flossenkauf: Wie lange bin ich am Stück im Wasser?
- Neopren: je nach Ziel und Monat.
- Für den Anfang: Ein günstiges Set von Decathlon reicht.
Inhalt
- Auf einen Blick
- Was brauche ich zum Schnorcheln wirklich?
- Reicht ein günstiges Schnorchelset von Decathlon?
- Woran erkenne ich eine Maske, die passt?
- Welchen Schnorchel nehme ich?
- Vollfußflossen oder offene Ferse mit Schuh?
- Brauche ich Neoprenschuhe?
- Wie viel Neopren brauche ich?
- Was würde ich heute anders kaufen?
- Häufige Fragen
Was brauche ich zum Schnorcheln wirklich?
Für den Anfang sind es nur drei Dinge: Maske, Schnorchel, Flossen. Flossen sind lästig im Gepäck, und trotzdem rate ich, immer mit ihnen zu schnorcheln: Sie geben Freiheit und Sicherheit gegen die Strömung. Der Schnorchel sollte einen Wasserstopp haben. Dann kommt nicht andauernd Wasser hinein, und der Mund bleibt weniger salzig, gerade bei vielen Stunden am Tag. Hier geht es darum, was ich mir gekauft habe und warum.
Reicht ein günstiges Schnorchelset von Decathlon?
Für den Anfang reicht das, ja. Wer einfach mal ins Wasser will, um ein paar Fische zu sehen, kann mit dem Equipment von Decathlon guten Gewissens loslegen. Ein einfaches Schnorchelset reicht dafür. Es ist nicht teuer, nicht schick und nicht für die Ewigkeit, aber es tut, was es soll. Man muss nicht das Teuerste kaufen, um sich an einem Riff zu freuen.
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Meine schönsten Begegnungen brauchten keine teure Ausrüstung. Die Schildkröten vor Rasdhoo auf den Malediven habe ich in fünf Metern Wasser gesehen. Die Ammenhaie kamen bis in den flachen Bereich vor dem Strand. Dafür reicht eine Maske, die dicht hält.
Woran erkenne ich eine Maske, die passt?
Der Unterschied liegt im Glas der Maske. Günstige Masken haben Kunststoffglas, das mit der Zeit rau wird und zerkratzt. Sie sind gut für ein bis zwei Jahre. Je mehr Kratzer, desto schneller beschlägt die Sicht. Einmal im Jahr fällt das kaum auf.
Meine neue Maske habe ich in meinem Tauchshop gekauft, dem SSI-Center ATLANTIS in Berlin-Lichtenberg. Testen konnte ich dort nichts im Wasser, nur trocken anprobieren. Beraten wurde ich trotzdem richtig gut, samt einem Kniff, den ich hier weitergebe. Maske ohne Band aufsetzen, kurz durch die Nase einatmen. Saugt sie sich an und hält von allein am Gesicht, passt sie. PADI beschreibt denselben Test und rät außerdem, mehrere Masken zu probieren und nach Passform zu wählen, nicht nach Preis.
Meine Zensee Pro sitzt einfach perfekt. Das Silikon ist weich und liegt sauber an, nichts drückt, nichts zwickt. Nach den günstigen Masken der letzten Jahre ist das ein spürbarer Unterschied.
Was bei Masken für Kinder, Brillenträger und Vollgesichtsmasken zählt, steht in einem eigenen Artikel über die Schnorchelmaske. Hier bleibt es bei meiner Maske und dem, was ich bei der Anprobe gelernt habe.
Welchen Schnorchel nehme ich?
Meiner ist der Scubapro Fusion Dry. Er ist angenehm zu tragen und macht vor allem eine Sache richtig gut: Beim Abtauchen schließt er sich von selbst. Auch bei höherem Wellengang bleibt er dicht. Kein Prusten beim Auftauchen, kein Schluck Salzwasser. Gerade wenn die See ruppiger wird, will ich das nicht mehr missen.
Nach PADI gibt es den einfachen Schnorchel, den mit Spritzschutz am oberen Ende und den mit Wassersperre, die beim Abtauchen verschließt. Ein Ausblasventil ist optional. Zum Anfangen genügt ein günstiger mit Wasserstopp, solche gibt es auch schon bei Decathlon.
Vollfußflossen oder offene Ferse mit Schuh?
Bevor du Flossen kaufst, stell dir die Frage, die ich selbst zu spät gestellt habe: Wie lange bin ich am Stück im Wasser? Wer zweimal am Tag eine halbe Stunde schnorchelt, fährt mit Vollfußflossen bestens. Wer stundenlang zwischen Schnorcheln und Tauchen wechselt, für den war es bei mir die offene Ferse mit Schuh.
Die TUSA Solla ist eine Vollfußflosse, die man barfuß trägt. Genau dafür hatte ich sie mir bewusst ausgesucht, und für gelegentliches Schnorcheln über den Tag sind sie super. Der Gummi hat genau die richtige Härte, nicht zu hart und nicht zu weich. Gegen Strömung kommt man damit gut an.
Auf den Malediven hatte ich sie mehrere Stunden am Tag an, schnorcheln und tauchen im Wechsel. An Tagen wie dem am Turtle Reef vor Rasdhoo oder auf der Walhai-Tour vor Dhigurah geht man morgens rein und will mittags immer noch nicht raus. Über so lange Zeit reibt der Gummi am nackten Fuß. Und einen Neoprenschuh kann man bei dieser Bauart nicht darunterziehen. Nicht die Flossen sind an eine Grenze gekommen, sondern meine Aufgabe für sie hat sich geändert.
Inzwischen trage ich Flossen mit offener Ferse: die Mares Plana Avanti Quattro+, mit Bungee-Riemen statt Schnalle. Darunter kommt ein Neoprenschuh, bei mir 5 mm, ebenfalls von Mares. Am Fuß reibt seitdem nichts mehr. Das ist für mich die beste Option.
Brauche ich Neoprenschuhe?
Der Schuh löst gleich ein zweites Problem, das mit Bequemlichkeit nichts zu tun hat. Er bleibt an, wenn ich aus dem Wasser komme, und schützt die Sohle beim Einstieg über Fels und Korallen. In Flic en Flac auf Mauritius liegen an der Brandungsmauer spitze Korallen dicht unter der Oberfläche, und viel Platz zum Ausweichen hat man dort nicht.
Vergleichbare Neoprenschuhe tun es auch. Worauf es ankommt, ist die Dicke: Bei mir sind 5 mm Sohlenschutz, kein Kälteschutz.
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Wie viel Neopren brauche ich?
Das hängt am Ziel und am Monat. Belegen kann ich nur, was ich selbst erlebt habe. Ende Oktober 2025 hatten wir in Sharm El Sheikh am Roten Meer zum Schnorcheln nie einen Neopren an. Das Wasser war warm. Kalt war es fast nie. Morgens habe ich nach einer Stunde im Wasser leicht gefroren. Zum Tauchen gab uns die Basis Shorties, und dabei habe ich nie gefroren. Auf den Malediven war Neopren nie ein Thema.
Bevor du kaufst, lohnt deshalb ein Blick darauf, wann du wohin fährst.
Was würde ich heute anders kaufen?
Maske und Schnorchel würde ich wieder so kaufen. Beide waren die richtige Entscheidung.
Bei den Flossen hätte ich früher die Frage von oben gestellt, statt nur nach der besten Flosse zu suchen. Die TUSA Solla ist bis heute gut. Sie war nur für meine Aufgabe nicht die richtige. Früher fragen würde ich auch bei der Kamera. Warum ich zur Insta360 gewechselt bin, steht in GoPro vs. Insta360 X5 unter Wasser.
Am Ende ist Ausrüstung nur Mittel zum Zweck. Gutes Equipment lässt mich vergessen, dass ich es überhaupt trage, damit ich einfach nur schauen kann. Genau dafür sind mir die paar Euro es wert. Und für den Anfang tut es Decathlon.
Häufige Fragen
Wo habe ich meine Ausrüstung gekauft?
Maske und Schnorchel im SSI-Center ATLANTIS in Berlin-Lichtenberg, meinem Tauchshop. Anprobieren konnte ich dort nur trocken, aber die Beratung war richtig gut.
Reicht ein günstiges Schnorchelset?
Wer ein- bis zweimal im Jahr schnorchelt: ja. Das Glas günstiger Masken ist aus Kunststoff und nach ein bis zwei Jahren zerkratzt. Wer häufiger ins Wasser geht, merkt das.
Vollfußflossen oder offene Ferse?
Das hängt daran, wie lange du am Stück im Wasser bist. Kurz und gelegentlich: Vollfuß. Stundenlang oder im Wechsel mit Tauchen: bei mir die offene Ferse mit Neoprenschuh.
Beschlägt die Maske, und was hilft?
Bei mir hilft nur Wasser mit Spülmittel: einmal durchwaschen, kurz ausspülen, aufsetzen. Danach beim Schnorcheln die Maske nicht ständig auf- und absetzen, dann bleibt die Scheibe lange klar.
Woher die Angaben stammen (Stand 30.10.2026): Maske, Schnorchel, Flossen und Schuhe sind meine eigenen Erfahrungen. Den Maskentest und die Schnorchelarten beschreibt PADI: Tauchermaske und Schnorchel.
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