Schnorcheln auf Fulidhoo: Rochen am Steg statt Riff am Strand
Fulidhoo war unser erster Stopp auf den Malediven, und rückblickend war die Insel genau das: das Ankommen. Sehr klein, sehr gemütlich, und man kommt dort wunderbar runter.
So sah unser Tag dort meistens aus: morgens schwimmen und baden, mittags gut essen — und abends am Steg die Rochen und Ammenhaie beobachten, die bis an den Strand kommen.
Die Insel ist klein und zum Glück kaum touristisch. Zwei oder drei Restaurants gab es im April 2025, dazu ein paar kleine Läden — mehr nicht. Wir waren immer im selben Lokal. Das Essen war jeden Abend richtig gut, die Preise sehr fair, und die Leute waren so nett, dass sie uns nach dem Essen einfach sitzen und Karten spielen ließen.
Wir haben uns dort rundum wohl gefühlt. Es ist die Art Insel, die man weiterempfiehlt und zu der man zurückkommen will.
Auf der anderen Inselseite, dort wo Frauen bedeckt schwimmen gehen können, gibt es ein Riff — und dort gibt es auch Strömung. Im Wasser war ich da nie, deshalb kann ich nichts darüber erzählen. Von oben sah es allerdings vielversprechend aus.
Anreise: Ab Malé per Speedboot oder mit der öffentlichen Fähre. Der Steg ist vom Dorf aus zu Fuß erreichbar.
Der Steg am Abend
Das war unser fester Tagesabschluss: erst Abendessen, dann ein paar Runden UNO, dann der Steg. Im flachen Wasser darunter warteten sie schon — Ammenhaie und Stachelrochen, ruhig und bedächtig, ohne dass jemand sie dorthin gelockt hätte. Sie kommen dabei bis an den Strand heran.
Rund 10 Leute standen an diesen Abenden am Anleger. Kein Gewusel, kein Andrang. Die Rochen zogen langsam hin und her, und manchmal kamen sie erstaunlich nah: Sie glitten über die Füße derer, die ins Wasser gegangen waren, oder legten sich jemandem auf den Schoß, der sich ins Flache gesetzt hatte.
Dann spürte ich es selbst — ein Rochen über meinen Füßen. Seine Haut fühlte sich rauer an, als ich erwartet hatte. Ein kurzer Moment nur, aber er bleibt.
Bucht, Einstieg vom Steg · selbst gesehen April 2025
Gesehen: Ammenhaie, Stachelrochen.
Bikini Beach
Der Strand beginnt so, wie man sich die Malediven vorstellt: heller feiner Sand, das Wasser flach und türkisblau. Zum Spielen mit Kindern ist er perfekt, und genau das haben wir mit unserem Sohn viel getan.
Wer von dort losschnorchelt, bleibt allerdings lange über Sand. Vereinzelt ein größerer Stein, dann wieder nichts. Nach rund 100 Metern steht man bei etwa 5 Metern Tiefe, das Wasser ist immer noch glasklar — und ein Riff habe ich dort nicht gefunden. Entsprechend unauffällig sind die Fische: grau, silbrig, gut getarnt über hellem Grund.
Was es dafür immer wieder gibt, sind die großen Rochen vom Steg. Von oben schaut man auf sie herab; im Wasser wirken sie noch einmal gut ein Drittel größer, und Scheu haben sie keine. Eben war da nur Sand, im nächsten Moment schiebt sich etwas Riesiges direkt neben dich. Einmal zog ein ganz anderer durch: deutlich kleiner, mit spitzen Flügeln und einem sehr langen, dünnen Peitschenschwanz.
Strömung hatte ich hier an keinem Tag, und von Ebbe und Flut habe ich beim Schnorcheln nichts gemerkt.
Bucht, Einstieg vom Strand · Sicht rund 30 m · selbst gesehen April 2025
Gesehen: Große Rochen, Ein kleiner Rochen mit Peitschenschwanz, Unauffällige Sandbewohner.
Die Ammenhai-Tour
Von Fulidhoo aus starten Bootstouren mit mehreren Schnorchel-Stopps, und bei vielen gehören Ammenhaie zum Programm. Das Wasser hatte 29 Grad, unter der Oberfläche sah man weit, und geschnorchelt haben wir um die 5 Meter Tiefe.
Ammenhaie sind ruhige Bodenbewohner und für Schnorchler ungefährlich, solange man sie in Ruhe lässt und nichts anfasst. Warum ich beim zweiten Mal trotzdem im Boot geblieben bin, steht im Artikel dazu.
Mit Ammenhaien schnorcheln auf den Malediven — und warum ich beim zweiten Mal im Boot blieb →
Riff, Einstieg vom Boot · Sicht über 20 m · Wasser 29 °C · selbst gesehen April 2025
Gesehen: Ammenhaie.
Von hier erzähle ich ausführlicher
Auf einen Blick
- Lokaler Flair touristisch
lokaltouristisch
- Die Insel über Wasser
- 5/5
- Zugang zum Riff vom Strand
- 2/5
- Unterwasserleben an diesem Riff
- 2/5
- Ausflüge im Atoll
- 3,5/5
Highlights der Insel
Ammenhaie und Rochen am Steg, Abend für Abend · Ein Rochen, der über die eigenen Füße gleitet · Die Ruhe einer sehr kleinen Insel
Highlights im Atoll
Die Ammenhai-Tour
Meine persönliche Einschätzung, Stand April 2025.
Wie es dort war
Am Bikini Beach ist das Wasser glasklar — nur fehlt das Riff: Man schwimmt lange über hellen Sand, und die Fische dort sind grau und gut getarnt. Strömung hatte ich an keinem Tag, und von Ebbe und Flut habe ich beim Schnorcheln nichts gemerkt. Was die Insel ausmacht, kam abends von allein an den Steg, ohne Maske und ohne Boot. Das andere ist die Ruhe — eine gute Insel zum Ankommen und Runterkommen.
Wofür das Atoll bekannt ist
Das habe ich nicht selbst gesehen — es steht hier, weil es zu diesem Atoll gehört. Belegt, nicht erlebt.
- Fotteyo Kandu im selben Atoll gilt vielen Tauchführern als der beste Kanaltauchgang des Landes.
- Miyaru Kandu heißt übersetzt Hai-Kanal: graue Riffhaie, Weißspitzen-Riffhaie und Napoleon-Lippfische.
- Vor der Insel Alimatha sammeln sich nachts Dutzende Ammenhaie an einer Futterstelle — anders als am Steg von Fulidhoo, wo sie von allein kommen.
- Die Kanaltauchgänge sind nichts für Anfänger; sie verlangen Erfahrung mit Strömung.
Quellen: Maldives Divers: Tauchen im Vaavu-Atoll · Maldives Magazine: Drift-Tauchgänge und Ammenhai-Nachttauchgänge im Vaavu-Atoll