Tipps
Muräne gefährlich auf den Malediven und in Ägypten?
- Malediven und Ägypten
- gelten als nicht aggressiv
- Bisse beim Füttern und Anfassen
- Oktober 2025 und August 2026
Kurz gesagt Gefährlich ist eine Muräne für Schnorchler nicht, solange die Hände bei einem bleiben.
Beim Schnorcheln habe ich Sicht, Wassertemperatur und Tiefe geschätzt, so wie ich sie an meinen Tagen erlebt habe. Bei Tauchgängen hat der Tauchcomputer Tiefe und Dauer gemessen, und Werte mit genannter Quelle zeigen, wie es dort üblicherweise ist, nicht wie es bei mir war.
Ihr Maul steht offen, und man sieht die Zähne. Die Muräne steckt in einer Felsspalte am Riff im Ras-Mohammed-Nationalpark in Ägypten. Es ist der 27. Oktober 2025. Einen Tauchschein habe ich damals noch nicht. Übungen gab es vorher keine, deshalb lässt mich der Instructor keinen Moment los. Genau so kennt man Muränen von Fotos. Es sieht aus wie eine Drohung. In aller Regel ist es Atmen.
Gefährlich ist eine Muräne für Schnorchler nicht, solange die Hände bei einem bleiben. So haben wir sie am Roten Meer und auf den Malediven erlebt. Muränen gelten als nicht aggressiv. Die meisten Bisse passieren, wenn jemand sie füttert, anfasst oder mit der Hand in ihre Spalte greift.
Auf einen Blick
| Gefährlich? | Für Schnorchler, die Abstand halten, nicht. Muränen gelten als nicht aggressiv |
| Das offene Maul | in der Regel Atmen, keine Drohung |
| Wann Bisse passieren | beim Füttern, beim Anfassen, mit der Hand in einer Spalte |
| Gift? | Das Risiko beim Biss sind vor allem Bakterien. Jeder Biss gehört zum Arzt |
| Wo wir sie gesehen haben | Malediven: Hausriff Rasdhoo, August 2026 · Ägypten: Hausriff Ras Bob vor Sharm El Sheikh, Tauchgang im Ras-Mohammed-Nationalpark, Oktober 2025 |
| Wo sie liegen | unter Felsen, in Spalten und unter Überhängen, an der Riffkante |
Warum hat die Muräne das Maul offen?
Muränen pumpen das Wasser über ihre Kiemen, indem sie das Maul regelmäßig öffnen und schließen. Weil man dabei jedes Mal die Zähne sieht, wirkt das Atmen wie ein Drohen. Droht eine Muräne wirklich, reißt sie das Maul weit auf und hält es so, bis die Gefahr vorbei ist. Andere Tiere dürfen sogar hinein. Putzergarnelen und Putzerlippfische holen ihnen die Reste zwischen den Zähnen heraus.
Was macht eine Muräne tagsüber am Riff?
Sehen können Muränen schlecht. Dafür riechen sie ausgezeichnet. Ihre Beute packen sie mit den Zähnen vorn im Maul, dann schnellt aus dem Schlund ein zweiter Kiefer nach vorn und zieht sie hinein. Im Roten Meer holen sich Zackenbarsche manchmal eine Riesenmuräne als Jagdpartnerin. Der Barsch schwimmt zu ihr und gibt ihr ein Zeichen. Danach suchen die beiden gemeinsam das Riff ab.
Am Ras Mohammed blieb die Muräne in ihrer Felsspalte. Sie lag ruhig da und atmete entspannt. Am Hausriff Ras Bob vor Sharm El Sheikh war dagegen eine weiße Muräne unterwegs und bewegte sich durchs Riff. Typisch ist die am Ras Mohammed. Die meisten Muränen verlassen ihr Versteck höchstens nachts ganz, um zu jagen.
Wo sieht man Muränen beim Schnorcheln?
Die Muräne auf Rasdhoo hat unser Sohn gefunden. An einem Augustmorgen 2026 waren wir zu dritt vom Bikini Beach an die Kante hinausgeschwommen. Das Wasser war an diesem Morgen sehr klar, geschätzt 25 Meter Sicht und geschätzt 29 Grad. Und dort lag sie, halb verborgen unter einem Fels. Vorn ragte ihr Kopf hervor, dahinter ein Stück des langen Körpers. Sie rührte sich nicht und sah uns nur an. Als wir nach zwanzig Minuten zurückkamen, war der Platz leer.
An diesem Hausriff waren im August immer wieder Muränen zu sehen. Dafür braucht es kein Boot. Vom Strand bis zur Kante sind es etwa fünfzig Meter Riffdach, und an Ras Bob in Ägypten ist es ähnlich. Muränen liegen dort, wo es dunkel wird: unter Felsen, in Spalten und Überhängen. Wer langsam über die Kante treibt und nach unten schaut, sieht in diese Ecken hinein.
Wann beißt eine Muräne?
Eine Muräne beißt, wenn sie sich bedroht fühlt. Am riskantesten ist Futter. Wer füttert, hält eine Hand, die nach Fisch riecht, vor ein Tier, das schlecht sieht und sehr gut riecht. Der Betreiber einer Tauchbasis in Florida wurde so bei einer Fütterung ins Handgelenk gebissen und gab sich hinterher selbst die Schuld.
Touren, auf denen Tiere gefüttert werden, empfehle ich nicht. Futter aus Menschenhand gehört nicht zum Leben am Riff.
In einer Spalte kann eine Muräne liegen, die man von oben nicht sieht. Schnorchler treiben ohnehin darüber, und wer die Hände bei sich behält, kommt ihr nicht zu nahe.
Unsicher habe ich mich in Ägypten an keinem Tag gefühlt, beim Tauchen so wenig wie beim Schnorcheln.
Was tun nach dem Biss einer Muräne?
Der Biss einer Muräne kann tief gehen. Die größte Gefahr sind die Bakterien im Maul.
- Die Blutung mit festem, direktem Druck stillen.
- Mit sauberem Wasser die Wunde ausspülen.
- Zum Arzt, auch bei einer kleinen Wunde.
- Medikamente nur nehmen, wenn ein Arzt sie verordnet.
Bisswunden von Muränen können schlecht heilen. Ärzte aus Chicago haben drei Handbisse mit gründlicher Wundpflege und Antibiotika behandelt, und keiner davon hat sich entzündet.
Mein Fazit
Muränen gehören für mich zu den besonderen Tieren am Riff, so wie Adlerrochen und der Napoleon. Wenn du eine mit offenem Maul in ihrer Spalte entdeckst, nimm dir Zeit und schau ihr zu.
Vom Napoleon am Ras Mohammed erzähle ich noch in einem eigenen Artikel.
Häufige Fragen
Ist eine Muräne giftig? Mit dem Biss können Giftstoffe aus dem Maul in die Wunde kommen. Die größere Gefahr sind aber die Bakterien. Deshalb gehört jeder Biss zum Arzt.
Wie groß werden Muränen? Je nach Art zwischen 17 Zentimetern und vier Metern. Von der Muräne auf Rasdhoo sahen wir nur einen Teil, ihre ganze Länge nicht.
Sind Muränen in Ägypten oder auf den Malediven gefährlich? Dort gilt dasselbe wie an jedem Riff. Die Muränen, die wir in Ägypten und auf den Malediven gesehen haben, lagen in ihren Verstecken oder zogen durchs Riff.
Ist die Muräne im Mittelmeer gefährlich? Die Mittelmeer-Muräne lebt im ganzen Mittelmeer an felsigen Küsten mit vielen Spalten und Höhlen. Sie gilt als sehr ruhig und wird gewöhnlich 80 Zentimeter bis gut einen Meter lang. Für sie gilt dasselbe wie am Korallenriff.
Woher die Angaben stammen: Atmen und Drohen, Sehen und Riechen, Jagen bei Nacht, Putzergarnelen und Größe aus den Wikipedia-Artikeln Muränen und Mittelmeer-Muräne; dass Muränen nicht aggressiv sind und beißen, wenn sie sich bedroht fühlen, von der Naturschutzbehörde Westaustraliens; Giftstoffe im Maul, Vorbeugung und Erste Hilfe vom Tauchernetzwerk DAN in Südafrika (2021); der Biss beim Füttern aus dem Magazin von DAN (November 2024); die Behandlung der Bisse aus einer ärztlichen Fallstudie aus Chicago (1992); der zweite Kiefer aus einer Studie der Universität von Kalifornien in Davis (2007), gezeigt mit Videos und Röntgenaufnahmen; die gemeinsame Jagd mit Zackenbarschen aus einer Studie der Universität Neuenburg (2006). Abgerufen am 25. September 2026. Erlebt haben wir das Beschriebene in Ägypten im Oktober 2025 und auf den Malediven im August 2026.
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