Sharm El Sheikh Hausriff: vier Riffe in Ägypten
- Sharm El Sheikh, Ägypten
- Hausriff Ras Bob
- Steg an Ras Umm Sid
- Oktober 2025
Kurz gesagt Ras Bob direkt vor unserer Unterkunft war das beste Riff unseres Urlaubs – man geht vom Strand ins Wasser, erst übers flache Riff, dann die Kante.
Beim Schnorcheln habe ich Sicht, Wassertemperatur und Tiefe geschätzt, so wie ich sie an meinen Tagen erlebt habe. Bei Tauchgängen hat der Tauchcomputer Tiefe und Dauer gemessen, und Werte mit genannter Quelle zeigen, wie es dort üblicherweise ist, nicht wie es bei mir war.
Sharm El Sheikh liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel in Ägypten, dort wo der Golf von Akaba ins offene Rote Meer übergeht. Warm ist das Wasser das ganze Jahr.
Drei der vier Riffe stehen unten mit eigenen Werten aus unseren Tauchgängen dort. Die Sicht lag überall bei 30 Metern. Unterschieden hat sie die Strömung: am Gordon Reef stark, an Ras Bob leicht, im Ras Mohammed gar keine. Genau das entscheidet, wo Schnorcheln Sinn ergibt. Wie klar das Wasser an den anderen Orten war, steht auf der Sichtweiten-Seite.
Kann man in Sharm El Sheikh vom Strand aus schnorcheln?
Ja, an zwei der vier Riffe: an Ras Bob direkt vor unserem Hotel und an Ras Umm Sid über einen langen Steg, mit Kindern der leichtere Einstieg.
Auf einen Blick
- Lokaler Flair touristisch
lokaltouristisch
- Der Ort über Wasser
- 3,5/5
- Zugang zum Riff vom Strand
- 5/5
- Unterwasserleben an diesem Riff
- 5/5
- Ausflüge in der Umgebung
- 3,5/5
Highlights vor Ort
Zwei Riffe direkt vom Strand — ohne Boot, ohne Buchung, ohne feste Uhrzeit · Ein Fahrer per WhatsApp löst die Wege für den ganzen Urlaub · Kurzer Flug: ein tropisches Riff, ohne Fernreise zu planen
Highlights in der Umgebung
Ras Mohammed: ein Riff mitten im offenen Meer, ringsum nur Blau · Delfine auf der Überfahrt zum Gordon Reef · Adlerrochen (beim Tauchen gesehen)
Meine persönliche Einschätzung, Stand Oktober 2025.
Welches Riff ist das Hausriff?
Ras Bob direkt vor der Serenity Lodge, in der wir gewohnt haben. Man geht vom Strand ins Wasser, einen Steg gibt es nicht. Erst kommt flaches Riff, dann die Kante, und dahinter fällt alles ins Blau. Es war das beste Riff unseres Urlaubs. Immer mal sind wir von dort bis zum Riff in der Shark Bay und zurück geschnorchelt. Wir buchen eher im unteren bis mittleren Preisbereich, und für ein gutes Hausriff brauchten wir in Sharm kein teures Resort. Wie sich der Urlaub dort angefühlt hat und warum wir das Hotel nach dem Riff aussuchen würden, steht in meinen Erfahrungen zum Schnorcheln in Sharm El Sheikh.
Welches Riff ist vom Strand am leichtesten?
Ras Umm Sid am El Fanar Beach. Ein langer Steg führt direkt an die Riffkante, ohne Weg über flaches Riff. Für Familien ist es die beste Adresse hier. Der Eintritt lag bei rund 150 ägyptischen Pfund, etwa 3 bis 4 Euro, Liege und Sonnenschirm inbegriffen. Ras Umm Sid steht trotzdem nicht als eigene Stelle unten, weil es für Ras Umm Sid keinen Logbuch-Eintrag gibt und damit keine eigenen Zahlen. Wie es dort war, steht in der Riff-Übersicht fürs Rote Meer.
Welche Riffe gehen nur mit dem Boot?
Der Ras-Mohammed-Nationalpark an der Südspitze des Sinai und das Gordon Reef in der Straße von Tiran. Am Ras Mohammed schwimmt man mitten im offenen Meer über dem Riff, dort war ich auch ohne Tauchschein tauchen. Das Gordon Reef hatte die stärkste Strömung und ist nur etwas für alle, die das Boot in Reichweite wissen. Wann welche Wassertemperatur zu erwarten ist, steht im Blatt zur besten Reisezeit fürs Rote Meer.
Wie ist Sharm El Sheikh als Urlaubsort?
In unserem Viertel wurde gerade sehr viel gebaut: Rund um das Hotel entsteht ein ganzes Quartier für tausende Menschen. Wer Ursprünglichkeit sucht, sucht sie hier vergeblich.
Bei den Ausflügen ist es geteilt: Im Wasser sind sie großartig, die Buchung selbst ist günstig. Nur legen morgens hunderte Touristen gleichzeitig vom Hafen ab, und für alles außer der Fahrt wird kräftig zugelangt. Fotos über und unter Wasser sind teuer.
Anreise: Ras Bob liegt als Hausriff direkt vor der Serenity Lodge — vom Strand, kein Steg, erst rund 50 Meter über flaches Riff, dann die Kante. Ras Umm Sid erreicht man über einen langen Steg am El Fanar Beach im Stadtteil Hadaba; der Eintritt lag bei rund 150 ägyptischen Pfund, etwa 3 bis 4 Euro, Liege und Sonnenschirm inbegriffen. Ras Mohammed und das Gordon Reef gehen nur per Boot. Die Touren starten in Sharm und dauern laut Veranstalter rund acht Stunden (Sharm Club, Stand Mai 2024). Für die Wege an Land hat uns das Hotel einen Fahrer vermittelt, gerufen per WhatsApp.
Ras Bob — das Hausriff vor der Serenity Lodge
Wer in der Serenity Lodge wohnt, braucht für das beste Riff des Urlaubs keine Buchung: Man geht vom Strand ins Wasser. Einen Steg gibt es nicht — erst schnorchelt man rund 50 Meter über flaches Riff, dann kippt der Grund weg, und dahinter fällt alles ins Blau. Wie gut diese Stelle ist, haben wir an dem Tag gelernt, an dem uns eine gebuchte Bootstour nach langer Anfahrt ausgerechnet hier wieder absetzte.
Am 29. Oktober 2025 lag die Sicht bei 30 Metern, das Wasser hatte 27 Grad, die Luft 31, und die Strömung war leicht. Genau das macht die Stelle zum Hausriff: ruhig genug, um sich treiben zu lassen. Der Tauchgang an derselben Kante ging auf 20 Meter und dauerte 45 Minuten.
Beim Schnorcheln sah ich hier einen Adlerrochen und einen Blaupunktrochen, den Blaupunktrochen auch vom Strand aus. Am Riff sah ich außerdem eine weiße Muräne in Bewegung und einen Hornhecht, der reglos unter der Oberfläche stand. Beim Tauchen kam eine Schildkröte dazu, die einzige auf unseren drei Tauchgängen.
Morgens ist das Riff oft leer. Wir waren häufig kurz nach sieben im Wasser und hatten es für uns allein.
Über dem Flachriff bleibt bei niedrigem Wasserstand wenig Platz: nicht aufsetzen, nicht mit der Flosse ins Riff. Und zum Riff in der Shark Bay, an dem wir auch waren: Der Name klingt nach Haien, im ganzen Urlaub habe ich keinen einzigen Hai gesehen, auch dort nicht.
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Hausriff, Einstieg vom Strand · Sicht 30 m · Wasser 27 °C · selbst gesehen Oktober 2025
Gesehen: Grüne Meeresschildkröte (beim Tauchen), Adlerrochen (beim Schnorcheln), Blaupunktrochen (beim Schnorcheln, auch vom Strand aus), Weiße Muräne, Hornhecht.
Ras Mohammed — das Riff im offenen Meer
Der Nationalpark an der Südspitze der Sinai-Halbinsel ist die Stelle, für die man ein Boot nimmt — und die einzige, an der man mitten im offenen Meer über einem Riff schwimmt. Ringsum nur Blau, darunter die Korallen.
Am 27. Oktober 2025 war es hier am ruhigsten von allen drei Stellen: keine Strömung, glatte Oberfläche, 30 Meter Sicht. Das Wasser lag zwischen 26 und 30 Grad, die Luft bei 34. Wer Strömung scheut, findet hier die freundlichsten Bedingungen — nur eben nicht vom Strand aus.
Beim Tauchgang, 40 Minuten und bis auf 20 Meter, schob sich ein Napoleonfisch aus dem Freiwasser heran, ganz ohne Eile. Aus einer Felsspalte sah eine Muräne heraus, das Maul im langsamen Auf und Zu, mit dem sie atmet. Ich bin auf Abstand geblieben und habe zugesehen.
Tauchen war auf der Bootstour direkt buchbar, auch ohne Schein.
Nationalpark: nichts anfassen, nichts mitnehmen. Der Einstieg geht ins offene Meer, ohne Grund unter den Füßen — hier ist man auf das Boot angewiesen.
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Riff, Einstieg vom Boot · Sicht 30 m · Wasser 26 bis 30 °C · selbst gesehen Oktober 2025
Gesehen: Napoleonfisch, Muräne.
Gordon Reef — Straße von Tiran
Das Gordon Reef liegt in der Straße von Tiran, nördlich von Sharm, und ist die Stelle mit der deutlichsten Warnung: An unserem Tag stand hier eine starke Strömung, die Oberfläche war bewegt. Die Sicht lag trotzdem bei 30 Metern, das Wasser zwischen 26 und 30 Grad, die Luft bei 32.
Zum Schnorcheln taugt das nur, wenn das Boot in Reichweite bleibt und jemand aufpasst. Wir sind hier 45 Minuten getaucht, bis auf 20 Meter.
Auf der Bootstour hierher begleiteten uns Delfine.
Starke Strömung. Hier geht man nicht allein und nicht ohne Boot in Reichweite ins Wasser — die Stelle liegt in einer Meerenge, durch die das Wasser zieht.
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Riff, Einstieg vom Boot · Sicht 30 m · Wasser 26 bis 30 °C · selbst gesehen Oktober 2025
Gesehen: Adlerrochen (beim Tauchen), Delfine (auf der Überfahrt).
Wie es dort war
Sharm ist der bequemste Einstieg ins Rote Meer, den ich kenne. Zwei der vier Riffe erreicht man ohne Boot, und das beste lag bei uns direkt vor dem Hotel. Wer zum ersten Mal ein tropisches Riff sehen will und keine Lust auf Logistik hat, ist hier richtig — und fliegt dafür nicht um die halbe Welt.
Was diese Küste ausmacht, ist nicht das einzelne große Tier, sondern die Dichte am Riff: Farbe, Fisch, überall etwas los. Wer Mantas oder Walhaie sucht, fährt weiter. Und allein ist man selten — an den bekannten Stellen ist Betrieb, und ehrlicherweise gehörte ich zu denen, die es voller gemacht haben.